Ich möchte auch mal etwas bellen!

Guten Tag, hier schreibt Luna. Ich bin zwar schon alt und nicht mehr so gut zu Fuß, aber ich habe auch meine Aufgaben im Haushalt. Eine davon ist es, das Gepiesacke von Störenfrieda auszuhalten. Aber das ist eine andere Geschichte und muss uns hier nicht interessieren.

Trotzdem möchte ich mich und meine Arbeit gern einmal vorstellen. Immerhin mache ich das, was ich mache, jetzt schon seit 12 Jahren! Da hat man doch wohl mal einen Beitrag ganz für sich allein verdient, oder?

So ein Hundarbeitstag ist recht aufreibend, wie Sie gleich erfahren werden:

  • Es fängt damit an, dass ich morgens so lange die Haustür angucke, bis mich jemand herauslässt.
  • Dann schubbere ich mich an der Hecke, wälze mich im Gras und erledige meine morgendlichen Geschäfte an für Zweibeiner möglichst unzugänglichen Orten. Danach Gartenkontrollgang.
  • Wenn ich wieder im Haus bin, stehe ich den Zweibeinern im Weg herum in der Hoffnung, dass sie mich verstehen und endlich Frühstück machen. Das kann ich sehr lange und ausdauernd tun.
  • Nach dem Frühstück muss ich ein Verdauungsschläfchen halten.

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  • Irgendwann werde ich aus meinem Korb verjagt, weil ein Zweibeiner meint, lüften zu müssen. Das führt dazu, dass ich mir einen neuen Schlafplatz suchen und Decken herumschleppen muss.
  • Nach mehrmaligem demonstrativen Anstarren der Hundeleine geht dann auch jemand mit mir auf einen kurzen Spaziergang. Ich kann nämlich nicht mehr so lange herumrennen. Beim Spazierengehen muss ich Nachrichten lesen und beantworten, böse Feinde verbellen, Gerüche verteilen, Herumstreichen – und immer wieder so tun, als wäre ich zu beschäftigt, um mitzubekommen, wenn jemand „Hierher!“ ruft. Beim vierten Rufen und Androhung von Strafen trotte ich dann sehr, sehr langsam zum Zweibeiner und lasse mich ausschimpfen.
  • Danach ist ein Nachmittagsschläfchen wichtig (siehe oben). img_20181014_142851950
  • Abends lungere ich in der Küche herum und stehe den Zweibeinern im Weg  in der Hoffnung auf ein frühes Abendessen.
  • Wenn die Zweibeiner essen, bettele ich am Essenstisch, bekomme aber meistens nichts ab.
  • Dann halte ich ein Verdauungsschläfchen (siehe oben).
  • Wenn ich wieder ausgeruht bin, laufe ich den Zweibeinern hinterher in der Hoffnung, dass sie mich verstehen und endlich den Gute-Nacht-Keks herausrücken.
  • Dann gucke ich die Haustür an und werde nach einiger Zeit auch herausgelassen. Es folgen: an der Hecke schubbern, im Gras wälzen, Gartenkontrollgang, die drecksblöde Nachbarskatze verfolgen, nicht kriegen, verbellen.

Glauben Sie mir: Ich brauche dringend Urlaub!

 

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