10 Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie sich einen Hund zulegen

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Mit-Hunde!

Aus gegebenem Anlass habe ich die Übersetzerin gebeten, auf etwas hinzuweisen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Denn falls Sie mich und meine Geschichten jetzt voll süß finden und sich unbedingt auch so ein knuddeliges Etwas zulegen wollen, sollten Sie erst einmal lange darüber nachdenken, ob denn ein Hund in Ihre Familie bzw. zu Ihnen passt.

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Und ich bin voll süß, das sehen Sie ja hier!

Um Ihnen dabei zu helfen, habe ich überlegt, was ich denn in meinem kurzen Hundeleben schon für Erfahrungen gemacht habe und was ich mir von meinen Leuten wünsche. Diese Fragen sind vielleicht nicht vollständig. Aber mehr ist uns heute früh nicht eingefallen.

Alle diese Fragen sollten Sie mit „Ja“ beantworten können! Wenn das nicht der Fall ist, empfehlen die Übersetzerin und ich, dass Sie sich erst einmal eine hübsche Zimmerpflanze zulegen. Mit denen kann man auch sprechen, angeblich finden sie es sogar toll, wenn man ihre Blätter streichelt, und etwas Zeit für die Pflege muss man auch aufwenden. Aber viel weniger als bei mir!

Los geht’s:

  1. Mögen Sie Hunde? Alles an ihnen und nicht nur eine bestimmte Rasse, weil die gerade „in“ ist und alle Ihre Nachbarn in der Straße auch so einen haben?
  2. Haben Sie genügend Platz haben und wohnen Sie da, wo ein Hund auch mal auf den Rasen kacken kann? Für mich scheidet die Großstadt damit schon aus; aber es soll ja Kollegen geben, denen das nichts ausmacht.

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    Ist schon doof, an der Leine zu kacken. Da muss es nicht auch noch der Gehweg sein.
  3. Dürfen Sie da, wo Sie wohnen, überhaupt einen Hund haben?
  4. Können Sie sich einen Hund leisten? Wir kosten nämlich ganz schön viel Geld: Zuallererst die jährliche Hundesteuer (ca. 100€), Tierarztbesuche (allein diese eklige Imfpung kostet schon etwa 70€/Jahr; falls wir mal einen Schnupfen oder Schlimmeres haben, kommt das noch obendrauf), Futter, Halsband, Leine (müssen nicht mit Diamanten besetzt sein; das mögen nur die Menschen), eine Haftpflichtversicherung (auch ca. 140€/Jahr), falls wir mal etwas kaputtmachen oder einen Unfall verursachen und erwischt werden, Hundezuschlag im Urlaub…
  5. Haben Sie Lust, ungefähr zwei Stunden am Tag mit Ihrem Hund spazierenzugehen? Auch bei Regen? Schnee? Sturm? An jedem Tag?

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    Mir ist Wetter ja egal, solange es nicht so heiß wird.
  6. Haben Sie genügend Zeit? Wenn Sie nämlich acht Stunden am Tag arbeiten und noch einmal zwei im Stau stehen, bleibt nicht mehr viel. Und wir freuen uns schon, wenn man sich um uns kümmert und uns nicht nur füttert und ab und zu in den hoffentlich vorhandenen Garten lässt. (Das mit dem Garten ist mir sehr wichtig! Das kann bei den Kollegen anders sein.)
  7. Ist Ihnen klar, dass Sie eine Hundeschule besuchen sollten? Wenn Sie nämlich nicht wissen, wie Sie mit Ihrem neuen Familienmitglied umgehen müssen, kann das übel nach hinten losgehen. Erlebe ich draußen immer wieder und bin dann sehr stolz auf die Übersetzerin, dass sie die meisten Situationen im Griff hat. Das kostet übrigens auch noch einmal Geld.
  8. Sind Sie sicher, dass Sie oder eines Ihrer anderen Familienmitglieder nicht vorhaben, sich plötzlich eine Tierhaarallergie zuzulegen? Das passiert nämlich oft, wenn Leute feststellen, dass ihnen der Hund zu anstrengend wird.
  9. Was ist, wenn sich Nachwuchs einstellt? Werden Sie Ihren Hund dann immer noch liebhaben, oder muss er dann weg?
  10. Kurz: Sind Sie sich sicher, dass Sie Ihren Hund in guten wie in schlechten Zeiten liebhaben, füttern, mit ihm Gassigehen und ihn auch bei Krankheit und im Alter pflegen werden?

Das ist alles, was mir dazu einfällt. Vielleicht noch das: Wenn Sie einen Welpen einziehen lassen, werden sehr viele Dinge ausziehen. Schuhe zum Beispiel, Teppiche, Adventskränze, Zimmerpflanzen, Bücher… Achja, manche Zimmerpflanzen sind giftig – da müssen Sie aufpassen.

Der schwarze Kollege auf dem Titelbild wurde übrigens wieder abgegeben. Zwar in „gute Hände“, wie es heißt, aber hätten sich seine ersten, zweiten und dritten Leute vorher Gedanken gemacht, wäre das erstens nicht passiert und der arme Kerl hätte zweitens nicht vor lauter Angst, wieder alleingelassen zu werden, soviel herumrandaliert.

Ach, ich glaube, ich belle der Übersetzerin mal, dass wir ein Buch zusammen schreiben. Mir fällt gerade noch soviel ein!

 

 

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